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Wohnhaus mit Verkleidung aus Streckmetall
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Blickfang aus Cortenstahl für ein Südtiroler Weingut

Ein wetterfester Fassadenschutz im traditionellen Gewand

Die Steillage tut den Reben gut: Der Weinort Völs liegt am Fuße der markanten Felsformation Schlern, nahe dem Völser Weiher, einem der schönsten Badeseen Italiens. Weinanbau ist in dieser Ecke Südtirols kein Beruf, sondern Berufung. Mit seinen hochwertigen Produkten hat sich der Bessererhof einen besonders guten Namen gemacht. Allerdings schaffte der Erfolg ein gravierendes Problem: der Betrieb platzte aus allen Nähten. Das war der Augenblick, als Hausherr Otmar Mair den Bozener Architekten Theodor Gallmetzer sowie Kunstschmied Klaus Andergassen aus Salurn zu einer ersten Umbaubesprechung traf.

Ohne Erfahrung geht es nicht

„Ich hatte damals den Weinhof Kobler in Margreid sowie eine Privatkellerei in Eppan a.d.Weinstrasse umgebaut und brachte einiges an Erfahrungen mit“, erinnert sich Theodor Gallmetzer. „Das ist unumgänglich bei einem solchen Projekt. Zum Beispiel müssen die Trauben auch nach der Ernte schonend behandelt werden. Daher ist eine Anforderung, sie ohne Pumpen nur über Rutschen zur Presse zu befördern. Allein dafür sind Raumhöhen bis zu vier Meter notwendig.“ Zu dieser Zeit lag neben dem Haupthaus ein Stadel, wie es typisch für den traditionellen Südtiroler Paarhof ist. „Dieses Ensemble wollten wir beim Neubau erhalten“, führt Theodor Gallmetzer fort. Somit entstand ein Gebäude mit drei Geschossen: dem unterirdischen Weinlager, den in den Hang gebauten Weinkeller inklusive Barriquekeller sowie dem Obergeschoss mit Degustations - Büro- Lager- und Abladeräumen.

Die Fassade aus Cortenstahl greift die Farben der Weinregion auf

„Da sich hier alles um Wein dreht“, ergänzt Kunstschmied Klaus Andergassen, „kam der Wunsch auf, diese Tradition in der Außenfassade zur Geltung zu bringen.“ Grün und braun sind die dominanten Farben in Südtirols Weinregionen in der Zeit rund um die Weinlese. „Ein normaler Putz konnte dem nicht gerecht werden. Holzverkleidungen nutzen sich schnell ab. Damit fiel die Entscheidung auf eine Fassade aus Cortenstahl – um genau zu sein MEVACO Streckmetall Raute 62x20x7in einer Materialstärke von 2 mm.“ „Cortenstahl bietet vorzügliche Eigenschaften für den Fassadenbau“, erläutert Theodor Gallmetzer. „Zum einen natürlich in der Optik. Anstatt einer monochromen Fläche wartet Cortenstahl mit schönen Farbnuancen auf. Und dann sind da noch die werterhaltenden Eigenschaften. Cortenstahl ist wetterfester Baustahl, der im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse eine dichte Sperrschicht aus festhaftenden Elementen wie Kupfer, Chrom und Nickel bildet. Diese Schicht schützt vor weiterer Korrosion. Darüber entsteht die charakteristische Patina, die sich nicht auswascht.“ Theodor Gallmetzer schmunzelt bei diesem Gedanken. „Das habe ich allerdings erst einmal in einigen Tests überprüft.“

Eine Unterkonstruktion für die Corten Fassade

Auf diese Weise erhielt das Haus seinen optimalen Fassadenschutz, der darüber hinaus eine gute Hinterlüftung bietet. Für Theodor Gallmetzer, in Sachen Klimahaus auch als Experten-Planer tätig, eine weitere positive Eigenschaft der MEVACO Streckmetalle. Für die Befestigung entschied man sich gegen L-Winkel und baute stattdessen eine Unterkonstruktion mit einem an der Fassade nicht sichtbaren U-Profil. Auf diese brachte Klaus Andergassen die Streckmetalle an. Für den gelernten Kunstschmied war vor allem das steile Gelände eine Herausforderung.

Trotz Zeitdruck sind die Details wichtig

„Wir haben viel mit Hebebühnen und Kränen gearbeitet“, erzählt er. „Auf diese Weise konnte ich meine Abstandshalter in die Unterkonstruktion schrauben. Die habe ich aus Cortenstahl-Profilen selbst gebogen und mit Holzschrauben befestigt. Da die Zusammenarbeit mit MEVACO reibungslos klappte, konnten wir den engen Zeitplan einhalten. Wir begannen erst im Spätherbst nach der Weinlese, und mussten vor dem Wintereinbruch fertig sein. Bei so einem Projekt geht es am Ende immer um Feinheiten: die Abschlüsse um Balkone, Fenster und Türen benötigten schöne gerade Linien. In die Schrägen wurden direkt vor Ort U-Leisten für die Wasserrinnen geschnitten. Aber auch diese Arbeiten konnten wir rechtzeitig beenden.“

In Südtirol baut man mittlerweile gerne mit Cortenstahl

Und wie gefällt der neue Bessererhof den Südtirolern und den vielen Touristen? „Wir bekommen nur Lob!“, berichtet Theodor Gallmetzer. „Sowohl der Fachpresse wie auch den Menschen vor Ort gefällt es. Kürzlich rief mich eine Stahlbaufirma an und meinte, das sieht ja toll aus, wie habt ihr das gemacht? Kein Wunder, sieht man Cortenstahl immer häufiger in unserer Gegend.“ Wer sich selbst ein Bild vom Bessererhof machen möchte, und auf dem Weg nach Südtirol die Brennerautobahn wählt, kann schon dort die Optik von Cortenstahl bewundern: seit einiger Zeit sind die Leitplanken aus diesem Material gefertigt.

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