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Wohnhaus mit Verkleidung aus Streckmetall
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Wohnhaus mit Verkleidung aus Streckmetall

Moderne Architektur trifft auf idyllische Bergwelt

FASSADE AUS STEINGRAUEM STRECKMETALL

Wie erzeugt man einen reizvollen Kontrast? Indem man moderne Architektur in eine idyllische Bergwelt setzt. So geschehen im Jaufental in der südtiroler Gemeinde Ratschings. Der kleine Ort mit nur 440 Einwohnern ist seit kurzem um ein extravagantes Gebäude reicher: ein Pfarrhaus (auch Widum genannt), dessen Fassade komplett mit pulverbeschichtetem Streckmetall verkleidet wurde. Die Blicke werden vom neuen Widum unwiderstehlich angezogen. Aber die raue Witterung muss draußen bleiben.

Gewagt und gewonnen: die Verkleidung aus Streckmetall

Es gibt Orte, an denen die Welt noch in Ordnung ist. Einer davon ist das Jaufental in der südtiroler Gemeinde Ratschings. Die Gegend ist geprägt durch Almwiesen, Nadelwälder und urige Bauernhöfe. Tourismus gibt es zwar, aber in moderatem Ausmaß. Moderne Architektur erwartet man an so einem Ort sicher nicht. Und doch gibt es sie: ein neues Widum mit einer Verkleidung aus Streckmetall. Baubeginn war im Mai 2014. Anfang September 2016 wurde die Eröffnung gefeiert. Doch wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Projekt? Die Gemeinde Ratschings wollte neue Räumlichkeiten für die Vereine und die Pfarrei schaffen. Das ursprüngliche Widum war in die Jahre gekommen. Nach Abriss des alten Gebäudes sollte an gleicher Stelle ein neues entstehen. Mit der Planung wurde das Bozener Architekturbüro Lunz Zöschg & Partner beauftragt. Dieses legte einen gewagten Entwurf vor: einen Kubusbau mit trapezförmigen Fenstern in verschiedenen Formen und Größen und mit einer Gebäudehülle aus Streckmetall. Und die Gemeinde zeigte sich erstaunlich experimentierfreudig.

Streckmetall aus Aluminium als Fassadenschutz

Die Architekten hatten ein Material gesucht, das das neue Widum vor der rauen Witterung der Bergwelt schützt. Außerdem sollte die Optik an die Lochfassade des alten Pfarrguts erinnern. Für das Projekt führte die Gemeinde Ratschings eine öffentliche Ausschreibung durch. Den Zuschlag für die Fassadenarbeiten erhielt die Firma Überegger aus Südtirol. Eigentlich ist Torbau für den Industriebereich der Schwerpunkt des Unternehmens. Doch das Projekt hatte es ihnen irgendwie angetan. So kam eines zum anderen und die Firma zum Auftrag. Warum die Wahl auf MEVACO Streckmetall Raute 76x35x11 aus Aluminium gefallen ist? Das hat uns der Geschäftsführer Daniel Überegger verraten: „Es ist viel einfacher zu verarbeiten als andere Materialien.“ Außer der Rauten-Form und der Maschengröße hatte es keine Vorgaben seitens des Architekten gegeben. Auch die Befestigungsart wurde von der Firma Überegger vorgeschlagen. Die Handwerker mussten nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. „Wir haben ein Modell mit MEVACO Streckmetall verkleidet und es dem Architekten präsentiert.“ Danach war man sich schnell einig.

Eine rundum formschöne Montage

Die Montage als solche war eine echte Herausforderung. Denn es mussten verschiedene Gewerke unter einen Hut gebracht werden. Von den Anforderungen her und natürlich auch in Bezug auf die terminliche Absprache. Bei einer Außenfassade sind ja nicht nur Architekt und Bauherr an der Abstimmung beteiligt. Eine Spenglerei und eine Zimmerei waren unter anderem mit von der Partie. Wichtig war, dass ein sauberer Abschluss über dem Streckmetall entsteht und dass kein Wasser eindringen kann. „Wir haben die Unterkonstruktion aus massiven Holzplatten mit dem Streckmetall eingefasst – 360° um das ganze Haus herum“, erklärt Daniel Überegger. „Eine formschöne Montage hinzubekommen, war eine knifflige Aufgabe. Schließlich mussten wir überall die gleiche Höhe und die gleichen Abstände einhalten.“ Sechs seiner neun Mitarbeiter sorgten dafür, dass alles glatt lief. Aber: „Gute Planung ist halbe Arbeit“, versichert der Firmenchef mit einem Lachen.

Streckmetall mit Ecken und Kanten im individuellen Zuschnitt

Hinzu kamen noch die architektonischen Besonderheiten des Hauses: die Fenster in verschiedenen Formen und Größen. „Streng genommen sind es ja keine Fenster, sondern Lichtöffnungen“, korrigiert Daniel Überegger. „Die Fenster und Türen liegen circa zwei Meter hinter der Fassade.“ So kommt es, dass man quasi schon im Gebäude ist, bevor man das Haus betreten hat. Man befindet sich in einer Art geschütztem Vorraum. Das Gleiche gilt für die oberen Stockwerke. Die raue Witterung muss draußen bleiben. Was in den kalten Jaufentaler Wintern ein klarer Vorteil ist. Die Vorbereitung des Streckmetalls war sehr aufwändig. Obwohl MEVACO bereits Sondermaße produziert und geliefert hatte – nichts kam von der Stange. Denn an jeder einzelnen Platte mussten die Schrägen und Ecken herausgeschnitten werden. Zu diesem Zweck schaffte sich das Unternehmen eine spezielle Kreissäge an. „Das hat uns viel Arbeitszeit gespart. Somit hat sich die Investition schnell amortisiert.“

Geradlinig, aber oho!

Und was sagt der Fachmann zum Ergebnis? „Mir gefällt das Spiel von der geradlinigen Fassade und den trapezförmigen Lichtöffnungen“, meint der Chef Daniel Überegger. „So einen Bau würde man eigentlich eher in einer Stadt erwarten. Uns hat das Projekt Freude gemacht. Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man die Kundenwünsche genau umgesetzt hat. Sowohl bei der Funktion als auch bei der Ästhetik.“ Denn neben Kundennähe, Qualität und Pünktlichkeit ist dieser Aspekt dem Handwerksunternehmen besonders wichtig. „Dazu muss man auf den Kunden eingehen, viel miteinander kommunizieren und eng zusammenarbeiten.“ Beim Widum Jaufental ist dies ganz offensichtlich gelungen.

Vielseitigkeit auf vier Ebenen

Das neue Widum hat es in sich. Denn der eigenwillige Baukörper ist auf Multifunktionalität ausgelegt. Im ersten Obergeschoss sind die Wohnung des Pfarrers sowie das Pfarrbüro. Im zweiten Obergeschoss wurden noch zwei Seniorenwohnungen integriert. Doch das ist noch nicht alles: Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem ein Trommelraum, ein Aufenthaltsraum, ein Jugendraum und ein großzügiger Musikprobesaal. Im Lagerraum im Untergeschoss werden Kirchengeräte und Statuen verwahrt. Für die 440 Einwohner des Jaufentals ist das neue „Mehrzweck-Widum“ eine große Bereicherung.

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