„Dezente Leichtigkeit“ lautete der Wunsch des Architekten

Das Julius-Hirsch-Sportzentrum in Fürth mit Streckmetall-Fassade

Spitzensport wird in Fürth, der sechstgrößten Stadt Bayerns, schon immer gepflegt, und das nicht nur im Fußball, sondern in vielen Disziplinen. So passt es gut ins Bild, dass man vor einiger Zeit eine moderne Dreifachturnhalle einweihen konnte, die nach dem jüdischen Fußballspieler Julius Hirsch benannt wurde. Das verwendete Streckmetall darf sich dabei von seiner sportlich-leichten Seite zeigen.

Streckmetall lässt sich problemlos verbauen

Dreifachturnhalle - das klingt ein wenig nach Turnvater Jahn. Tatsächlich hat die Stadt Fürth aber nicht gekleckert, sondern geklotzt, und sich ein großzügiges Sportzentrum gegönnt: 8.500 Quadratmeter umfasst das Gelände, auf dem insgesamt 14,5 Millionen Euro investiert wurden. Es ist gut angelegtes Geld, weil neben dem Spitzensport auch der Verein- und Schulsport einen höheren Stellenwert erhält. Doch bevor die Kattner Stahlbau GmbH aus Oschatz die ersten Streckmetalle an der Sporthalle montieren durfte, gingen noch viele Jahre ins Land: Bereits 2001 hatte der Mannheimer Architekt Swen Brodkorb den städtebaulichen Wettbewerb gewonnen. Dann wurde erstmal weiter geplant, verworfen, diskutiert und erneut geplant, bis gebaut werden konnte. Am Ende gab es Probleme mit den Brandschutzbestimmungen bei der aufwändigen Dachkonstruktion, so dass ein Stadtrat bei der feierlichen Einweihung der Halle erleichtert aufseufzte: „Hier sind auch 4.000 Meter Nervenfasern verbaut.“ Doch nicht alle zeigten Nerven: „Bei uns gab es überhaupt keine Probleme“, erinnert sich Heike Kattner von der Kattner Stahlbau GmbH an die Zeit auf der Baustelle. Was wohl damit zusammenhängt, weil Streckmetall ein besonders gut zu verarbeitendes Material ist.

Gute Planung bei der Verbauung von Streckmetall

„Vom Architekten erhielten wir wie üblich die gewünschte Ausführung“, erzählt Heike Kattner. „Im nächsten Schritt erstellen wir unsere Werk- und Montageplanung. Da kann es schon vorkommen, dass diese Ausführung etwas angepasst werden muss, damit Produktion und Montage auch gut funktionieren.“ Anders gesagt, es ist wie beim Fußballspiel: Die Strategie des Trainers ist eine Sache, was auf dem Platz passiert eine andere. Trotzdem gilt es, die Strategie so gut wie möglich umzusetzen. „Das tun wir auch“, fährt Heike Kattner fort. „Nach Möglichkeit messen wir alles exakt aus, um Zuschnitte, Kantungen und Bohrungen vorfertigen zu können. Vor Ort können wir dann fix arbeiten, wenn jede Platte einzeln befestigt wird.“ Was Heike Kattner nicht sagt, aber vermutlich meint: Diese gute Planung schont auch die Nerven, wenn es auf der Baustelle in den anderen Gewerken wieder etwas hektischer zugeht.

Das Streckmetall sorgt für dezente Leichtigkeit

Fix zu Arbeiten heißt bei der Kattner Stahlbau GmbH: Zwei Mitarbeiter montierten sämtliche Streckmetall-Platten in gerade mal zweieinhalb Wochen. Das kann sich sehen lassen - wie auch das gesamte Ergebnis: „Der Architekt wünschte sich Streckmetall, um die dahinter liegenden Bilder der stilisierten Sportler mit einer dezenten Leichtigkeit wirken zu lassen“, erläutert Heike Kattner. Denn für die Sportler soll die neue Halle nicht nur Trainings- und Wettkampfstätte sein, sondern auch ein gutes Stück Heimat. Dafür steht der Mann, dessen Name die Halle trägt: Er ist eine Ikone der Spielvereinigung Greuther Fürth mit einem allerdings tragischen Schicksal: Der jüdische Fußballspieler Julius „Juller“ Hirsch brachte Fürth die erste Deutschen Meisterschaft ein und spielte für die Deutsche Nationalmannschaft. Als die Nazis an die Macht kamen, wurde er nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Jetzt ehrt der Name der Anlage den großen Sportler, sowie eine Gedenktafel im Außenbereich.

MEVACO als langjähriger Lieferant von Streckmetall und Lochblech

Für die Kattner GmbH war dieser Auftrag einer von vielen, den die Firma in ganz Deutschland im öffentlichen Bereich wahrnimmt. Sporthallen sind dabei ein Arbeitsfeld, zu dem auch Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude gehören. „MEVACO ist als langjähriger Lieferant oft mit dabei“, so Heike Kattner, die zuversichtlich in die Zukunft des Handwerk-Unternehmens blickt. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs von Willy Kattner gegründet, arbeitet mittlerweile die dritte Generation vor Ort, „und die vierte Generation ist bereits auf dem Sprung“ Auch technisch stimmt alles: Vom Fuhrpark, unter anderem mit 33-Meter Kranaufbau, bis zu modernen Maschinen wie Plasma-Schneid-Anlage oder Abkantpresse, hat man in Oschatz alles am Start. „Das Wichtigste sind allerdings unsere bestens ausgebildeten Mitarbeiter“, sagt Heike Kattner. „Sie sind das Herzstück der Firma.“

Streckmetall aus optischen und schützenden Gründen

Womit sich der Kreis zu einem Traditionsverein wie der Spielvereinigung Greuther Fürth schließt. Denn Spitzenleistung bekommt man nur mit viel Herzblut, was auch gut zu MEVACO Streckmetall passt: „Bei Architekten ist es sehr beliebt“, beendet Heike Kattner unser Gespräch: „Häufig aus optischen Gründen für Fassaden und Einhausungen, also das Umgeben von Bauteilen mit schützenden Elementen. Dazu spielen die Langlebigkeit sowie die einfache Verarbeitung eine gewichtige Rolle.“ Und so schafft es auch MEVACO immer wieder auf die Landkarte der Top-Bauwerke im In- und Ausland.

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